„Es ist einfacher, sein Kreuz zu tragen als es zu schleppen."

Das Körper-Kreuz

Der Mensch steht ähnlich einem Kreuz aufgerichtet zwischen Himmel und Erde, ist sozusagen vertikal zwischen himmlischen und irdischen Mächten „aufgespannt“.

Über die Arme und Beine eröffnet sich dem Menschen der horizontale Bewegungsraum. Indem er die Arme ausbreitet, kann er die Welt be- und ergreifen und gestaltend auf sie einwirken. Mithilfe seiner Beine findet er einerseits Bodenhaftung und "seinen Standpunkt", andererseites kann er damit die gewünschte Richtungen einschlagen, um "seinen Weg" zu beschreiten und im Leben vorwärts zu gehen. 

Die Arme – ausgehend vom Schultergelenk, sozusagen als Verlängerung des querliegenden Schultergürtels – stehen in direkter Beziehung mit der Herzenergie. Mit der Kraft des Herzens mögen wir geben, uns verschenken und zuwenden. Mit offenem Herzen fällt "sich beziehen", die Welt bejahen und  umarmen leicht. 

Bei verschlossenem Herzen - wenn wir "unseren Draht zum Himmel" vernachlässigen oder gar ganz vergessen, uns einmauern oder uns in der vertikalen Welt "verlieren" - tendieren wir zum Raffen, Festhalten oder Abwehren; In diesem Modus fällt Entspannen und Vertrauen schwer. Das führt zu unangenehmen Verspannungen im Schulter-Nackenbereich und in einem weiteren Schritt auch zu Lungen- oder Herzproblemen.

Ich persönlich sehe den Schultergürtel gerne als sog. „Kurzzeitspeicher“ unserer täglichen emotionalen Schwankungen wie stressbedingte Ängste, Ärger, Wut und Verschlossenheit. Räumen wir in diesem Speicher nicht regelmässig auf, können die dahin abgeschobenen Emotionen in den unteren querliegenden „Langzeitspeicher“ - den Hüftgürtel / Kreuz- und Beckenraum - absinken. Dort hocken und wirken sie dann, lassen uns zur "Salzsäule erstarren" oder sinken noch tiefer, bis uns schliesslich jeder Schritt schmerzt, die Depression uns zu Boden drückt und wir nicht mehr wie bis anhin „weiter gehen“ können…

Hüft- oder Knieprothesen können heute zwar Abhilfe schaffen, aber Frieden mit unserem Leben haben wir damit noch nicht geschlossen.    

Huch, im Bild oben versteckt sich doch noch so ein indischer Begriff… „Shanti“ heisst Friede. Und noch etwas… „Om“ und „Amen“ entspringen demselben Wortstamm und meinen "so sei es", resp. "ja, ich stimme zu, akzeptiere"!

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