"Augen-Skoliose"

Die Augen sind nicht nur zum Sehen da, sie haben auch eine massgebliche Funktion an unserem  Gleichgewichtssinn, in der räumlichen Orientierung und an der Organisation unserer Bewegungsabläufe.

Sie gelten auch als „Fenster unserer Seele“. Die Seele sucht und braucht den Weitblick, die Überschau – Detailversessenheit hingegen ist eine Angelegenheit des Verstandes.

Der heutige intensive Gebrauch von Medien mit kleinem Bildschirm verlangt eine ständige Nah-Anpassung unserer Augen; Der Blick wird dabei leicht nach unten und in die Nähe gerichtet – meist im gleichbleibenden Abstand zum Gerät. Das hat zahlreiche körperliche und seelische Auswirkungen:

  • Der Hals wird nach vorne geschoben, die Nackenmuskulatur kommt unter Stress, weil sie das Gewicht des Kopfes (zurück-)halten muss.
  • Das Brustbein sinkt ein, damit der Nacken sich längen kann. Die Atmung wird flach, das Herzchakra verschliesst sich.
  • Da sich die Augen erst ab sechs Meter Distanz parallel stellen, kommt es bei übermässiger Nahanpassung mit der Zeit zu einer sogenannten „Augen-Skoliose“. Nicht selten entwickeln gerade jene Menschen auch an der Wirbelsäule eine Skoliose, die sich täglich über Stunden intensiv auf kleine Details fokussieren (müssen). Der Blick zum Himmel - in die Ferne – die „Überschau“ und damit das Verständnis für die Gesamtzusammenhänge geht dabei oft verloren… möglicherweise auch ein Triggerfaktor für Demenzentwicklung?

 „Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont.“

  • Fokussierung läuft immer mit einer hohen Sympathikus-Aktivität einher. Beim Fokussieren auf den Smartphone-Bildschirm sind wir ständig „auf Draht“. Somit bedeutet eine chronische Nah-Anpassung der Augen immer auch, (zu-)viel im Denken zu sein.
  • Und last but not least ist auch die Gesichtsmuskulatur direkt mit der Augenbewegung gekoppelt. Bei ständiger Nah-Fokusierung der Augen zieht sich die Stirne zusammen und es kommt zu den unschönen, steilen Glabellafalten, auch Konzentrations- oder Zornesfalten genannt - man wird im wahrsten Sinne des Wortes "engstirnig".
    Und zieht der Blick ständig nach vorne unten, folgen mit der Zeit auch die feinen Gesichtsmuskeln diesem Abwärtstrend. Lifting und Botox sei Dank, lässt sich heute einiges davon ja wieder korrigieren;-)

 

Darum... es lohnt sich, den Blick täglich regelmässig zu heben und in die Ferne / vorzugsweise ins Grüne schweifen zu lassen, dadurch bleiben die dynamischen Nah-Fern-Anpassungsmuskeln der Augen flexibel.


 „Wer jedoch ständig nur in der Erde wühlt, wird den Himmel nie finden.“

 

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