Der Atem

In vielen Yoga-Schulen legt man grossen Wert auf die Atemschulung. Dabei geht oft vergessen, dass die Atmung direkt an unser Haltungsmuster gekoppelt ist. Dieses wiederum  ist das Produkt unserer Emotionen, unserer Art, wie wir der Welt begegnen. Niemand kann besser atmen, als es sein Haltungsmuster erlaubt. Da nützt es auch nichts, wenn man eine bestimmte Atemtechnik aufgreift und übt. Dies führt lediglich zu einer übermotivierten, inszenierten Atmung, die weder natürlich noch frei ist.

Beim kontrollierten Atmen saugt man aktiv Luft in den Brustkorb. Dies führt zu unnötigen Kontraktionen von Muskeln – z.B. im Nackenbereich, im Zwerchfell oder in der Zwischenrippenmuskulatur. Erlaubt man dem Atem jedoch ohne willentliches Zutun einfach zu kommen, dann können sich die Muskeln entspannen und der Brustkorb kann sich weiten und dem einströmendem Atem ein Gefäss bieten.

Soll der Atemprozess also natürlich und ungehindert ablaufen, muss zuerst der Körper von seinen parasitären  Muskelanspannungen befreit werden. Ist dieser einmal frei, kommt der Atem von selbst. Der Körper weiss schon wie er atmen muss, er beherrscht das Atmen schon vom ersten Atemzug an, ganz ohne Schulung – das zeigt uns jedes Kleinkind. Alleine unsere emotionalen Muster können hier Blockaden aufbauen. Gerade das Zwerchfell ist von grosser Bedeutung für unser Wohlbefinden. Es ist ein zentrale Tummelplatz für unsere Gefühle, insbesondere jene der Angst und Furcht. Spannt es sich an, wirkt sich das nicht nur auf die Atmung negativ aus, sondern auch auf die gesamte Verdauung und die innere und äussere Haltung.

 

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