"Frozen Shoulder" - Schmerzen in der Schulter

Ernährungsfehler und Bewegungsmangel können zur sog. „Frozen Shoulder“ mit starken Schmerzen und Bewegungseinschränkung führen. Dahinter können verschiedene Ursachen stecken; zum Beispiel eine Überlastung der Leber aufgrund einer Magenschwäche.   

Vor allem die Eiweissverdauung bedingt eine starke Magenkraft. Wird die Magensäure durch zuviel Flüssigkeit beim Essen, durch eine Überbetonung an basischer Kost oder gar durch die Einnahme von zusätzlichen Basenmittel neutralisiert, kann Eiweiss nur mangelhaft abgebaut werden und es entsteht Ammoniak. Ammoniak geht gerne mit Calcium eine Verbindung, die dann zu kristallinen Ablagerungen führt - unter anderem eben im Schultergelenk, in der Niere (Nierensteine) oder an anderen Schwachstellen im Körper. 

Für die Verstoffwechslung von tierischem Eiweiss braucht der Körper auch ein gewisses Mass an Kohlenhydraten. Fehlen diese, weil aus Gewichtsgründen ganz auf Kohlenhydrate verzichtet wird, leidet darunter wieder die Eiweissverdauung. Vitamin B6 – z.B. aus Linsen – ist wichtig für den Abbau und die Ausscheidung von Ammoniak. (Medikamente und Kaffee sind wahre Vitamin B6-Räuber!)    

Vorsicht geboten ist auch bei der Einnahme von künstlichen Calciumpräparaten, wie sie gerne in den Wechseljahren zur Osteoporoseprophylaxe verschrieben werden. Gibt es bereits Entzündungen im Körper, kann ein Zuviel an Calcium ebenso Ablagerungen in den Gelenken oder Organen fördern.

Hinter Entzündungen steckt meist eine generelle Übersäuerung des Organismus. Auch eine solche Übersäuerung kann wiederum unterschiedliche Ursachen haben und sollte darum im Detail abgeklärt werden. Wird zur Säureregulierung unreflektiert zu Basenpulver gegriffen, kann dies wiederum die Magensäureproduktion negativ beeinflussen, was häufig bei Frauen zu beobachten ist. Hier sind Basenmittel auf Citrat-Basis die bessere Wahl, da diese erst im Dünndarm ihre puffernde Wirkung entfalten. Gleichzeitig fördern Citrate auch die Bioverfügbarkeit von Kalzium und Magnesium.

Tierisches Eiweiss sollte vorzugsweise in der ersten Tageshälfte gegessen werden. Bei schwacher Magenkraft unterstützt eine verdauungsfördernde Gewürzmischung (Dipana) oder Ingwer die Eiweissverdauung im Magen. Abends ist eine vegetarische Mahlzeit mit frischem Gemüse und einem leichten Getreide oder einem Stück getoasteten Brot der ideale Ausgleich.

Kann abends – evtl. aufgrund einer Einladung - nicht auf tierisches Eiweiss verzichtet werden, unterstützt ein Essigwasser (1 Glas Wasser mit 1 EL Weinessig) vor dem Schlafengehen eingenommen die Leber in ihrer nächtlichen Entgiftungsfunktion. Essig verbindet sich im Körper mit Ammoniak, löst evtl. kristalline Ablagerungen auf und  unterstützt generell die Ausscheidung von Ammoniak.  Das entlastet nicht nur die Leber, sondern auch das Gehirn, das bei Ammoniakaneicherung gerne mit Benommenheit und unklarem Denken reagiert. Essig ist somit nicht nur ein Würzmittel, sondern auch ein Medikament. Als Heilmittel nimmt man ihn 2 - 3 Stunden nach der Mahlzeit – d.h. wenn der Magen den grössten Teil der Mahlzeit bereits an den Darm weitergeleitet hat, z.B. vor dem Einschlafen.

Aber Vorsicht… „Sauer macht nicht alle lustig!“ Wichtig ist immer auch der Blick auf die konstitutionelle Veranlagung. Magensäuremangel ist selten ein PITTA-Thema. Bei PITTA-Dominanz unterstützt man die Leber lieber mit Bitterstoffen als mit saurem Essigwasser und Citraten.

Last but not least - will man das Thema ganzheitlich angehen, müssen auch Bewegung und emotionale Ver-Haltens-Muster mit in den Fokus kommen. Das tägliche achtsame Bewegen von Armen und Schultern in alle Richtung ist mit eine Möglichkeit,  kristallinen Ablagerungen vorzubeugen; insbesondere wenn stundenlanges Sitzen vor dem PC ein Thema ist !!! Oft geht in der typischen PC-Haltung - und auch bei unverarbeiteten emotionalen Themen - die Flexibilität des gesamten Brustkorbes verloren, was sich wiederum negativ auf die Beweglichkeit der Schultergelenke auswirkt. 

Und auf der psychischen Ebene kann uns eine Frozen-Shoulder auf die Frage zurückwerfen, wo wir des Gebens müde sind, resp. wo unser Geben nicht mehr mit unserer Herzenergie verbunden ist?

 

 

 

 

 

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