Unser "wirkliches" Leben

Würden Sie manchmal auch einfach am liebsten "dicht machen" - ärgern sich über die Wirklichkeit, weil sie nicht so ist, wie sie sein sollte?   

Die Wirklichkeit kann tatsächlich oft ärgerlich, lästig und bedrückend sein. Wie wichtig sie dennoch ist, zeigt sich meist erst, wenn sie zerbricht. Partner weg,  Job gekündigt, und plötzlich ist alles anders und Vieles wird möglich. Aber gerade jetzt haben Sie darauf keinen Bock mehr. Sie sehnen sich zurück nach einer verlässlichen Wirklichkeit, bei der Sie wissen, woran Sie sind und in der Sie sich gemütlich einrichten können.

Alle brauchen wir die Wirklichkeit, um sie mit Leben zu füllen. Und wenn wir sie dann haben, beginnen wir uns darüber zu beklagen, dass sie nicht so ist, wie wir sie gerne hätten oder wie sie uns von den Medien vorgegaukelt wird. Wir vergleichen unsere Wirklichkeit mit der Fülle an Möglichkeiten, die es auch noch gäbe… nur leider nicht jetzt und nicht für uns.

Natürlich macht es Sinn, die bestehende Wirklichkeit immer wieder mal mit neuen Möglichkeiten aufzufrischen. Aber aus jeder verwirklichten Möglichkeit wird bald wieder eine Wirklichkeit, neben der noch ganz andere Dinge möglich wären… usw.

Jede Wirklichkeit braucht ihre Zeit, um wirklich werden zu können. Sie jedes Mal abzubrechen, wenn neue Möglichkeiten locken, lässt nichts mehr richtig wirklich werden. Und ja, jede Wirklichkeit tut manchmal auch weh, weil sie schlussendlich doch enger ausfällt als sie als  Möglichkeit versprochen hat. 

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