Was altert, das rostet !

So wie jeder Fussballer nach der Halbzeit seinen Seitenwechsel als gegeben annimmt, sollten auch wir im Spiel des Lebens nach der Lebensmitte nicht einfach so weitermachen, als sei nichts geschehen. Ansonsten dürfen wir uns nicht wundern, wenn wir ab der zweiten Lebenshälfte vor allem Eigentore schiessen und Bewegungseinschränkungen, Energiemangel oder gar richtige Krankheiten die Folge sind.

 

Im Ayurveda werden die Lebensphasen in folgende drei Kategorien unterteilt:

KAPHA (Wasser und Erde) steuern in der Kindheit / der Aufbauphase das Wachstum und somit die Zunahme von Körpergewebe (Anabolismus).

PITTA (das Feuerelement) gibt uns „die Power“ und Durchsetzungskraft für die mittlere Lebensphase, damit wir unsere vielfältigen Aufgaben und Zuständigkeiten im beruflichen wie auch im familiären Bereich „stemmen“ mögen.  

VATA (Raum / Luft) wiederum steht für abbauende Prozesse (Katabolismus). Die Haupt-eigenschaften von VATA sind trocken, leicht, kalt, subtil, rauh. Vor allem Trockenheit und Kälte spielen im Alterungsprozess eine zentrale Rolle.

Die altersbedingte zunehmende Trockenheit in den Geweben fördert die Abnahme der Knochendichte und die Abnahme von Stärke und Elastizität des Knorpels – Osteoporose und mit zunehmendem Alterr Oberschenkelhalsbrüche können die Folgen sein.

Auch Muskel- und Fasziengewebe leiden unter zunehmender Trockenheit und Abbau, da sie – da immer steifer – oft weniger gern gefordert werden, andererseits aber die Nährung / Besaftung ausbleibt. Gerade hier setzt Yin-Yoga mit seinen langen Dehnungssequenzen an. Mit Yin-Yoga lässt sich das Fasziengewebe wunderbar wiederbeleben und rückbefeuchten, dadurch wird es wieder geschmeidiger und flexibler, was sich auf die gesamte Körperhaltung positiv auswirkt.

Weiter können Trockenheit und Kälte die Elastizität der Gefässe negativ beeinflussen und so für mangelhafte Blutzirkulation und Bluthochdruck sorgen, was wiederum weitere gesundheitliche Störungen nach sich ziehen kann.

 

Im Yin-Yoga geht es weniger um sportliche Höchstleistungen als vielmehr darum, genau diesen natürlichen Alterungsprozessen in Form von Kälte- und Trockenheits-Einzug zu verzögern oder – falls schon eingezogen – diese Eigenschaften wieder aus dem Körper „auszuladen“.

 

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