Yoga und Meditation für Frauen

Was soll das denn? Warum diese Geschlechtertrennung - nach all den Jahren der Gleichstellungsanstrengungen… Die Antwort liegt gerade in diesem letzten Wort… Anstrengungen!

Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass die oft zitierten Yoga-Altmeister durchgehend männlichen Geschlechtes sind? Eine Tatsache, die äusserst wichtig ist und in mir und für meinen Yoga-Unterricht einige Fragen aufwirft.   

Wieviele Anstrengungen haben wir Frauen schon auf uns genommen, um annähernd ähnliche gesellschaftliche Anerkennung zu erhalten wie die Männer? Und ja, wir haben einiges erreicht – wenigstens rechtlich gesehen. Energetisch jedoch ging und geht dieser Kampf immer noch auf Kosten unserer weiblichen Qualitäten. Denn der Weg des Kriegers war immer schon männlich.

Yoga ist ein Work-in und nicht ein Work-out – das Resultat einer Yogastunde sollte in erster Linie Entspannung, Erfrischung, Regeneration, Erkenntnis und Inspiration sein, nicht Ermüdung und Erschöpfung. Leider zwingen sich auch in der Meditation Scharen von Frauen unter Schmerzen in eine buddha-ähnliche Sitzhaltung, ohne sich dabei zu fragen, ob eine solche starre Meditationspraxis tatsächlich mit ihnen und ihrem Körper harmoniert.

Der männliche Ansatz ist heute in vielen Yoga- und Meditationsschulen klar ersichtlich – Leistung und (Selbst-)Beherrschung sind gefragt.

Dabei ist es die Natur der Frau, im Fluss zu sein; flüssig, beweglich, weich, empfänglich und schöpferisch. Alles Qualitäten, die im Leistungsmodus keinen Raum finden. Dort wird abgearbeitet und abgeliefert, bis die ganze Essenz verheizt ist, was bei Männern „Burnout“ genannt, bei Frauen jedoch leider immer noch gerne als „Depression“ diagnostiziert wird!

Wenn wir uns im Kampf um die Daseins- und Lebensberechtigung verausgaben, trocknen wir körperlich und seelisch aus, werden „hart im Nehmen“, aber auch empfindungsloser. Denn in einem trockenen Flussbett kann nichts fliessen. Ein grosser Verlust, nicht nur für die Frau selber, sondern für die ganze Gesellschaft. So sollte wenigestens die "spirituelle Pause" dazu dienen, sich vom Leistungsmodus abzukoppeln. Oder nach den Worten des grossen Arztes Heinrich Schipperges: "Um gesund zu sein, muss man der Welt im Ganzen zustimmen".

Darum lege ich in meinem Yoga-Unterricht so grossen Wert auf das Empfinden, auf das Wahrnehmen, Fühlen und auf leichte, achtsame Bewegungen, in denen Körper, Seele und Geist wirklich vom "Alltäglichen" loslassen und frische Energie auftanken können, um neue Wege erkennen und gehen zu können. Mehr zu meinem Yoga-Angebot finden Sie unter dem Link „Stundenplan“.

  

 

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