Yoga und der Atem

„Alle Heilung geht durch das Atmen“. Volles bewusstes Atmen aktiviert all unsere Selbstheilungskräfte. Darum steht die Atmung im Yoga schon seit jeher im Zentrum, sie gilt gar als wichtigster Teil überhaupt innerhalb der Yogapraxis. Alle unsere Körpervorgänge benötigen Sauerstoff. Jede einzelne Zelle muss damit versorgt werden und braucht ihn für den Stoffwechsel. Und da der Körper Sauerstoff nicht speichern kann, müssen wir diesen über die Atmung Tag und Nacht zuführen.


Der Atem ist auch ein wichtiger Seismograph unserer Gefühle. Alles was uns beschäftigt, beeinflusst automatisch unsere Atmung. Vor allem Stress, Angst und Wut blockieren unsere Tiefen-atmung, d.h. wir atmen dann nur flach. Kurzfristig ist das unbedenklich. Längerfristig jedoch wird uns eine oberflächliche Atmung einige Beschwerden bringen: allen voran Magen-Darm-Störungen, Reizdarm, mangelhafte Körperentgiftung (Übersäuerung), Kopfschmerzen, schlechte Wundheilung, Schlafstörungen, Herzprobleme, Tinnitus und vieles mehr. Auch können sich bei einer Sauerstoffunterversorgung Viren und Bakterien schneller in unserem Körper ansiedeln und aus-breiten, was sog. „silent inflammations“ (chronische unterschwellige Entzündungen) den Boden ebnet, die wiederum als Hauptursache für Krebs, rheumatische Geschehen, Herzinfarkt und Schlaganfall gelten.

Durch bewusstes Atmen können wir die Aufmerksamkeit in unseren Körper lenken und jede einzelne Körperregion positiv beeinflussen. Dadurch erfahren wir eine Weitung und Entspannung im Körper und auch unsere Gedanken und Emotionen kommen zur Ruhe.

Bewusstes Atmen hilft uns auch, tiefer in eine Körperstellung (Asana) zu gelangen und länger darin zu verweilen. Mit jeder Ausatmung können wir den Fokus auf „Loslassen“ legen und dadurch  vorhandene körperliche und mentale Anspannungen Schritt für Schritt auflösen. Vor allem zu Beginn der Yogapraxis, wenn viele Stellungen noch neu und ungewohnt sind, neigen wir dazu, vor lauter Anstrengung den Atemfluss zu blockieren. Und gerade da ist es wichtig, mit der Atmung in Verbindung zu bleiben, sie bewusst aufrecht zu erhalten, damit sich unsere inneren Widerstände langsam auflösen können. Dadurch wird unser Körper immer geschmeidiger und beweglicher und auch unsere Gefühle, Gedanken und Emotionen gewinnen an Leichtigkeit.

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