„Starrheit ist ein Begleiter des Todes, Geschmeidigkeit ein Begleiter des Lebens."

Faszien – faszinierende Hüllen

Das eigentlich Neue an "Faszien" ist nur der Begriff. Das Wissen um die Faszienstruktur ist in der Yogawissenschaft und auch im Ayurveda schon seit Jahrtausenden bekannt und mit in den Yoga-Übungen eingewoben. Aber der Modebegriff "Faszien" ist heute in aller Munde. Deshalb trotzdem ein paar erklärende Worte dazu.

Unter Faszien können wir uns eine netzartige weissliche Struktur vorstellen, die alles in unserem Körper - von Anbeginn der ersten  Zellteilung an - jede einzelne Zelle, alle Gewebe und alle Organe schützend umhüllt, miteinander verbindet, in Beziehung bringt, befeuchtet, ernährt und für den Gesamtzusammenhang all unserer Gewebe sorgt. Faszien gehören somit zu den wichtigsten KAPHA-Strukturen überhaupt. Sie geben unserem Körper seine individuelle, ausgestaltete Form, Stabilität, Widerstandskraft und Beweglichkeit. Gleichzeitig ist dieses "Netz" aber auch die "Hardware" für unsere interne Informationsverschaltung. Über dieses "Network"  verlaufen Nervenimpulse und Hormonübertragungen, was indirekt wieder in einem Zusammenhang mit unserem Chakra- und Meridiansystem steht.

Der Zustand unserer Faszien bestimmt massgeblich unsere körperliche (und darüber auch unsere psychische) Geschmeidigkeit und Flexibilität. Alle unsere Muskeln, Sehnen, Bänder, auch unsere Bandscheiben und das Bindegewebe sind mit kollagen- oder elastinhaltigem Fasziengewebe durchwirkt und umhüllt. Wie ein feiner, netzartiger weisser Strumpf halten diese Faszienstrukturen unseren gesamten Körper zusammen und sind gleichzeitig stets bestrebt, unsere bevorzugten Bewegungsmuster bestmöglichst zu (unter-)stützen, indem sie sich dort verdichten, wo sie mehr halten müssen. Wer also viel vor dem PC sitzt, dessen „Strumpf“ wird sich der sitzenden „Krummrücken-Position“ bestmöglich anpassen und über die Zeit diese Form verfestigen. Das spüren wir daran, dass Aufrechtsitzen plötzlich anstrengend wird. 

Das Fasziengewebe ist in jungen Jahren noch weich, feucht, flexibel und dehnbar. Mit zunehmendem Alter, bei Frauen v.a. nach dem Hormonwechsel,  generell bei mangelnder körperlicher Bewegung und auch durch Stress kann es aber - ähnlich einem Schwamm – austrocknen, verfilzen und spröde / starr werden. Morgensteifigkeit, Rückenbeschwerden, Kreuzschmerzen, eingerostete Gelenke (Frozen Shoulder) und sonstige mangelhafte Dehnbarkeit / Flexibilität des Gewebes, aber auch gewisse rheumaähnliche Beschwerden wie z.B. Fibromyalgie sind typische Zeichen für eine Degeneration des Fasziengewebes.  

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